Die Entstehungsgeschichte meiner Puppen

Mit Puppen zum inneren Kind

Vor einiger Zeit habe ich begonnen, Puppen aus Textilien, Papier und anderen Recyclingmaterialien anzufertigen, zunächst als rein künstlerische Objekte und als Tool, das ich während Workshops an Kinder und Erwachsene vermittelte. Dann entdeckte ich, dass sich diese Wesen auch während Kunsttherapie-Sitzungen einsetzen lassen: die jeweils intuitiv gewählte Puppe vermag es, der Klientin Sicherheit zu geben. Sie wird belebt und beseelt zum Geschenk fürs innere Kind oder bedeutet dieses.

Die Puppe fungiert so als Spiegel der Seele, als Freundin, Begleiterin und stumm-beredte Dialogpartnerin. Sie trägt ein Stück Seele des Menschen in sich und kann Heilung fördern.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, mit dem inneren Kind in Kontakt zu kommen: Schreiben oder Reden sind zum Beispiel wirkungsvolle Wege Dialog zu führen, Fantasiereisen ebenso. Dabei kannst du meine handgemachten Puppen verwenden oder du machst deine eigene Puppe aus Textilien und anderen Materialien. Im spielerischen schöpferischen Akt näherst du dich deinem ursprünglichen inneren Kind an, erfährst Neues über dich, beginnst deine ureigenen Schätze wahrzunehmen und aus ihnen zu schöpfen.

Wird die Puppe in Zeiten von Stress und Gefühlsaufruhr im Arm gehalten, kann dies tatsächlich das eigene innere Kind trösten. Grundsätzlich hilft die Puppe in der Imagination beim Einstieg in die innere Landschaft, ähnlich dem Schmetterling, der Alice durch die Spiegel ins Wunderland entführt.

Ohne den Menschen, der sie ergreift und belebt, ist die Puppe bloße Dekoration – sie verlangt von uns verlebendigt zu werden. Sie kann als vereinfachte Darstellung des menschlichen Körpers im Spiel, im Ritual, auf inneren Reisen die allerwichtigste Rolle spielen.

Foto: © Privat

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